Kassel. Über 100 Aktive sorgten am 11.11. für einen närrischen Auftakt. Die Mitgliedsvereine der „Gemeinschaft Kasseler Karnevalvereine“ (GKK) hatten ins Philipp-Scheidemann-Haus geladen. Viele Karnevalisten sowie auch Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker waren am 11.11. erschienen. Allen voran Oberbürgermeister Christian Geselle, der sich für das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen bedankte. GKK-Präsident Lars Reiße begrüßte die Gäste aus Stadt und Landkreis, darunter zahlreiche Prinzenpaare. Durch das Programm führten die beiden Vizepräsidenten Thomas Minkler und Klaus Bruchhäuser.

Der Beginn um 20.11 war ein farbenprächtiges Bild. Weil die GKK 60 wird, bekommen alle Präsidenten der Mitgliedsvereine ein Rollup mit allen Logos der GKK. Gemeinschaft wird groß geschrieben an diesem Abend. Erstmals nach dem Aschermittwoch marschierte die Standartenträger der Gesellschaften mit den Garden der Karnevalgesellschaften „Die Pääreschwänze“, „Fuldatal – Die Windbiedel“, der „Kassel Süd“, „Herkules“,der „ M-Einser“,des „Clubs ehemaliger Prinzen“ und der Elferrat aus allen Vereinen durch den vollen Saal. Traditionell hielt Britta Rose in ihrer Rolle als „Kasseler Till“ die Eröffnungsrede und verschonte mit spitzer Zunge weder Stadt- und Weltgeschehen und mahnte zur Achtung der Demokratie.

Zwar ist Karneval eine lustige Sache, aber gerade in seinen Ritualen und Bräuchen geht es als ironische Verfremdung höfischer Rituale streng nach Protokoll zu. Das musste GKK-Präsident Lars Reiße am Anfang des Abends fest im Blick behalten. Im Rahmen der Prinzenproklamation wurde Prinz Stefan, alias Stefan Hoffmann, nach zwei Dienstjahren verabschiedet. Mit Unterstützung von Kirmesburschen der Waldauer Entenkirmes und Aktiver der Karnevalgesellschaft „Fuldatal – Die Windbiedel“ wurde dann das neue Prinzenpaar Prinz Martin I. (Martin Waßmuth) und Prinzessin Nina (Nina Minkler) in den Saal geholt. Viel Applaus gab es für die sehr persönliche, kreative und auch ernsten Rede des neuen Prinzen.

Buntes Programm unterhält bestens

Bei dem von Jaqueline Butzmann als Protokollchefin der GKK zusammengestellten Programm machten Büttenreder, Sänger und Tänzer Lust auf die vielen Veranstaltungen der kommenden Wochen. Was wäre Karneval ohne Tänze. Von denen gab es reichlich an diesem Abend. Die „Kasseler Stadtgarde“ der „KG & TSC Herkules“ zeigte mit dem Marschtanz der „Gemischten Garde“, was karnevalistische Tanzsport leisten kann. Nicht ohne Grund wurden sie Norddeutscher Vizemeister 2018. Mit „Heide 2.0“ zeigte der Verein sein kreatives Schautanzkönnen. Auch die „Prinzengarde“ aus dem Verein des Prinzenpaares zeigte ihr Können. Als Tanzmariechen begeisterte Julia Hansmann. Auch die Junioren der „Pääreschwänze“ hatten mit „Lebendiger als das Leben“ einen neuen Schautanz einstudiert. Mit Larissa Selzer und Tarek Zündel begeisterte der Norddeutsche Meister 2018 als Tanzpaar der „KG & TSC Herkules“. Ein Höhepunkt des Abends war des Tanzmariechen-Medley von Anna-Lena Regenbogen, Jasmin Franzke und Eileen Frese. Viel Applaus gab es für ihr Können.

In der Bütt stand Patrick Hartmann als geplagter Ehemann (Fuldatal – Die Windbiedel). Natürlich durfte auch der „FulleFischer“, alias Marcus Leitschuh von den „Pääreschwänzen“ nicht fehlen. Der „Obelisk-Verschieber“ (Christian Geselle) bekam ebenso sein „Fett weg“ wie der„bei allen Taubenzüchtern bestens bekannte“ Landtagsabgeordnete Wolfgang Decker.

Für den Gesang an diesem Abend sorgten die Sangesbrüder der „KG & TSC Herkukules“ und auch die „Wölfe“ (Fuldatal – Die Windbiedel) mit ihrem neuen Programm. Mit dem Schautanz „Aus dem Land der Azteken“ (Pääreschwänze) hörte ein stimmungsvoller Abend auf, der Lust auf die Eröffnungsveranstaltungen der einzelnen Karnevalgesellschaften macht.

„Der Anfang ist gelungen, jetzt freuen wir uns auf die Abende der einzelnen Vereine“, so GKK-Präsident Lars Reiße. Traditionell werden bei diesen Veranstaltungen auch die in den letzten Monaten einstudierten neuen Tänze und weitere Premieren die Besucherinnen und Besucher überraschen. Reiße: „Das hier heute war die erste Rakete unseres karnevalistischen Feuerwerkes, jetzt geht es Schlag auf Schlag bis zum großen Finale im nächsten Frühjahr.“

Weitere Termine bis Weihnachten

„Die M-Einser“ starten am 16.11.18 um 20.11 Uhr in die Session. Sie laden in das Clubhaus der Sportvereinigung Harleshausen (SVH) in die Daspelstraße ein. Am 17.11.18 startet um 20.11 Uhr die Veranstaltung beim „Karnevalgesellschaft und Tanzsportlcub Herkules“ im Philipp-Scheidemann-Haus. Der „Rat der Ehrenritter“ hat seine Eröffnung im „Löwenhof“ Lohfelden am 23.11.18 um 19.30 Uhr. Die Karten sind bereits ausverkauft. Die „Karnevalgesellschaft Kassel Süd“ lädt in den Saal des Restaurant Olympia, Korbacher Straße 30, am 24.11.18 ein. Beginn ist um 20.11 Uhr. Ebenfalls am 24.11. beginnen die „Pääreschwänze“ um 19.11 Uhr im Hermann-Schafft-Haus (Wilhelmshöher Allee 21). Am 30.11.18 beginnt beginnt um 20.00 der „Club ehemaliger Prinzen“ sein Programm im Spiegelsaal des Rot-Weiß Clubs Kassels, Damaschkestraße 10. Traditionell die letzte Eröffnung ist am ersten Dezembersamstag. Am 1.12.18 lädt die „Große Kasseler Karnevalsgesellschaft Fuldatal-Die Windbiedel“ ins Philipp-Scheidemann-Haus ein. Beginn ist auch hier um 20.11 Uhr.

Alle Termine und weitere Informationen findet man auch unter www.karneval-kassel.de und www.facebook.de/karnevalkassel.

(PM Marcus Leitschuh, Gemeinschaft Kasseler Karnevalsgesellschaften)

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